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uni'lernen 2013

99 so genannte Studienbüros geben, bisher eine Rarität in der deutschen Hochschullandschaft. Sie bündeln die Studienorganisation von fach- nahen Disziplinen und bieten ein „persönliches Gesicht zum Studiengang“, wie Schanz es aus- drückt: Ansprechpartnerinnen und -partner, die die Studierenden und Dozierenden kennen, mit den Inhalten der jeweiligen Fächer vertraut sind, die Studiengänge betreuen und die Beratung leiten. Die neuen Stellen werden aus Qualitäts- sicherungsmitteln finanziert, die das Land Baden-Württemberg seit der Abschaffung der Studiengebühren 2011 an die Hochschulen zahlt. Die Studierenden, die im Vergabegremium mit einem Vetorecht ausgestattet sind, haben die Schaffung von Studienbüros mitgetragen, berichtet der Prorektor. „Sie haben sich dazu bekannt, dass zur guten Lehre auch eine leistungsstarke Verwaltung gehört.“ In den neuen Studienbüros, den Studiendekanen, den Fachschaften, den Studienkommissionen, der Ständigen Senatskommission für Studium und Lehre, dem Service Center Studium und der Abteilung für Lehrentwicklung sieht Schanz einen „optimalen Qualitätszirkel“ – mit Verant- wortlichen, die die Verbesserung von Studium und Lehre an der Universität Freiburg voran- treiben und im ständigen Dialog stehen. Da könne man einander auch mal die Meinung sagen. Rimma Gerenstein O-TON AUS DER UNI „Es wäre wichtig, dass Leuchtturmprojekte für die Lehre auch in der Breite ankommen, damit nicht nur eine Handvoll von Studierenden davon profitiert. Ich bin zum Beispiel gespannt, wann und in welcher Form die Konzepte und Lehr- methoden, die für den Bachelor of Liberal Arts and Sciences entwickelt wurden, auf andere Studiengänge übertragen werden – das hat uns das Rektorat zugesichert. Ein weiterer Aspekt ist die Anwesenheitspflicht: Eigentlich sollten wir davon ausgehen, dass Menschen an einer Universität eigenverantwortlich entscheiden, wie und wann sie sich Wissen aneignen wollen. Wer zu einer Vorlesung nicht erscheinen kann oder besser allein mit dem Lehrbuch lernt, sollte dies tun dürfen. Dozierende wären dann gefordert, sich mehr Gedanken über ihre Vorlesungen und Semi- nare zu machen. Sie müssten sich überlegen, wie sie die Leute im Hörsaal behalten.“ Timo Schwander studiert Jura und vertritt den Bereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaft in der Ständigen Senatskommission für Studium und Lehre FOTO: SANDRA MEYNDT uni'lernen2013 9

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