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uni'lernen 2013

LERNKONZEPTELERNKONZEPTE Schiewer: Wir haben sicherlich noch nicht alle Fragen beantwortet, aber die Offenheit des universitären Bachelor für verschiedene Masterstudiengänge ist so attraktiv, dass es sich lohnt, weiter an dem Konzept zu arbeiten. Die Expertenkommission des MWK schlägt ein einheitliches Studium für alle Lehrerinnen und Lehrer vor, die Schülerinnen und Schüler ab Klasse fünf unterrichten – unabhängig vom Schultyp. Warum? Schiewer: Der Ansatz ist im Zusammen- hang mit dem Konzept der Gemeinschafts- schule zu sehen, das in Baden-Württemberg umgesetzt werden soll und besondere Qualifikationsanforderungen an künftige Lehrer stellt. Vor diesem Hintergrund ist die Idee, eine einheitliche Ausbildung für Sekundarstufenlehrer zu entwerfen, nach- vollziehbar. Wenn sich die Ausbildung dadurch verbessert, ist der Vorschlag zu begrüßen. Ob wir aber tatsächlich ein Lehr- amt für die Sekundarstufe bekommen, ist noch nicht entschieden. Da bin ich mir weit- aus weniger sicher als bei der Frage, ob wir eine Bachelor-Master-Struktur einführen. Frenznick: Da in Baden-Württemberg offensichtlich ein Zwei-Säulen-Modell mit Gymnasium und Gemeinschaftsschule ent- wickelt wird, ist es folgerichtig, die Lehrkräfte entsprechend auszubilden. Die Begründung >>> O-TON aus der PH „Es gibt einen Konsens, die Lehramtsstudien- gänge auf eine Bachelor-Master-Struktur mit insgesamt zehn Semestern Regelstudien- zeit umzustellen, weil die Abschlüsse ver- schiedene Berufsperspektiven eröffnen und eine höhere Professionalität ermöglichen. Zudem würde ich mich freuen, wenn Univer- sität und Pädagogische Hochschule künftig in der Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer kooperierten. Im Grundsatz ist es richtig, das Studium für die Sekundarstufe zu verein- heitlichen. Es sollte aber verschiedene Profile geben, die zum Beispiel altersbe- zogen auf die Schülerinnen und Schüler zugeschnitten sind. An der Pädagogischen Hochschule studieren künftig auf Bachelorebene eher diejenigen, die genau wissen, dass sie ins Lehramt gehen oder anderswo im Bildungssektor arbeiten wollen. Wir würden mehrere Schwer- punkte anbieten, um zum Beispiel auf das Grundschullehramt, das Europalehramt oder einen anderen bildungswissenschaft- lichen Masterstudiengang vorzubereiten. In den gemeinsamen Master of Education für das Sekundarstufenlehramt bringen beide Institutionen ihre forschungsbezogenen Stärken ein: die Universität die Fachwissen- schaften, die Pädagogischen Hochschulen die professionsorientierten Aspekte, wie 26 uni'lernen2013

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