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uni'lernen 2013

2727 >>> für diese Strukturänderung liegt im Wandel des Bildungsverhaltens: Sehr viele Schüler drängen ans Gymnasium, wenige an die Hauptschule. Außerdem möchte die Landes- regierung mehr Menschen aus benachtei- ligten Milieus ein Studium ermöglichen und versucht infolgedessen, allen Schülern gleiche Bedingungen zu bieten und mög- lichst viele von ihnen zum Abitur zu führen. Wie könnte die Reform den Konflikt mehr Fachwissenschaft versus mehr Fachdidaktik und Bildungswissenschaft“ auflösen? Schiewer: Wir verstehen die Reform als Exzellenzinitiative für das Lehramt an weiter- führenden Schulen. Die fachwissenschaft- liche Qualifikation soll sich künftig am gymnasialen Lehramt orientieren. Das ist die Messlatte, und da darf es keine Abstri- che geben. Wir führen allerdings im Land eine allgemeine Debatte darüber, ob eine professionsorientierte Fachwissenschaft bildungswissenschaftliche und fachdidak- tische Anteile stärker als bisher berücksich- tigen müsste. Frenznick: Ich stimme dem zu, allerdings möchte man mit der Reform sehr viel aufsto- cken: Fachdidaktik, Fachwissenschaft, Bildungswissenschaft, dazu Sonderpädagogik und Kompetenzen im Umgang mit der Hetero- genität der Schüler, beispielsweise hin- zum Beispiel Fachdidaktik und Bildungswis- senschaften. Die Integration dieser drei Elemente macht eine gelungene Lehrer- bildung aus. Für unsere Lehramtsstudiengänge ist es erfreulich, dass die Ausbildung künftig länger dauern wird. Vor 2011 haben Studierende im Grund- und Realschullehramt nur sechs beziehungsweise sieben Semester studiert, weil man der Auffassung war, für jüngere Kinder reiche ein kurzes Studium. Das ist aber Unsinn. Bei einem Kinderarzt geht man auch nicht davon aus, dass er kürzer studiert als ein Arzt für Erwachsene.“ Prof. Dr. Ulrich Druwe, Rektor der Pädagogischen Hochschule Freiburg FOTO: PÄDAGOGISCHE HOCHSCHULE FREIBURG uni'lernen2013 27

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