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uni'lernen 2013

5555 Lehrende können auf diese Weise zunächst als Modell wirken. Sie teilen mit ihren Stu- dierenden Freude, Enthusiasmus und auch Skepsis, beschreiben die eigene Heran- gehensweise und die damit verbundenen Schwierigkeiten und machen deutlich, dass das Lernen ein lebenslanger Prozess ist. So geben Lehrende ihren Studierenden nicht nur inhaltliche Impulse, sondern wecken deren Neugierde – eine wichtige Vorausset- zung für Lernprozesse. Zusammenspiel verschiedener Facetten Auf dieser Basis steht im Weiteren die Entwicklung von Fähigkeiten der Studieren- den im Mittelpunkt. Unter Berücksichtigung der Lernvoraussetzungen planen Lehrende geeignete Lernaktivitäten mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad und regen Studierende dazu an, selbst Fragestellungen zu ent- wickeln, sich mit Forschungsergebnissen kritisch auseinanderzusetzen und neue Per- spektiven aufzuwerfen. Hierbei nehmen Lehrende eher die Rolle eines Lernbeglei- ters ein, dessen Aufgabe darin besteht, problemorientierte und anregende Lern- umgebungen zu gestalten. Durch die eige- nen realitätsnahen Forschungstätigkeiten und Erfahrungen bauen Studierende sukzes- sive komplexe Fertigkeiten auf. Sie werden selbst zu forschenden Lernenden – und der Aktivitätsgrad der Lehrenden nimmt zuguns- ten der Selbstständigkeit der Studierenden kontinuierlich ab. Folglich verändern sich auch die Aufgaben der Lehrenden im Prozess. An dem Prinzip des forschenden Lehrens wird deutlich, dass es keine feste Rollen- zuschreibung für Lehrende gibt. Vielmehr ist es ein Zusammenspiel verschiedener Facetten, die sich je nach Kontext und Fähigkeiten der Studierenden neu zusam- mensetzen – vom Modell über den Lern- begleiter bis hin zum beobachtenden Coach. Lehrende sollen ihren Studierenden nicht nur inhaltliche Impulse geben, sondern deren Neugierde wecken – eine wichtige Voraussetzung für Lern- prozesse, sagt Silke Weiß. FOTO: ABTEILUNG HOCHSCHULDIDAKTIK uni'lernen2013 55

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