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uni'lernen 2013

LERNLABORLERNLABORLERNLABOR nutzen, die 2014 im Rahmen der neuen Lehr- evaluationsordnung zum ersten Mal fällig sind. „Eine Zahl sagt erst einmal überhaupt nichts über Qualität aus“ Als „systemisch“ beschreibt Heiner Schanz diesen Ansatz, mit dem das Freiburger Lehr- schiff navigiert: nicht einen vorgefertigten Kurs durchsetzen, sondern sich über die Richtung verständigen. Starre Qualitätskriterien zu eta- blieren, greife deshalb zu kurz, findet der Pro- rektor. „Wir können nicht behaupten: Ein Seminar ist erfolgreich, solange es in seiner Bewertung nicht die Note 2 unterschreitet. Eine Zahl sagt erst einmal überhaupt nichts über Qualität aus.“ Wichtiger seien die Gründe: Warum wurde die Veranstaltung nicht besser bewertet? Warum wählt ein Lehrender eine bestimmte Erfolge bei Wettbewerben Etwa 13 Millionen Euro hat die Albert-Ludwigs- Universität in den vergangenen Jahren für die Lehre eingeworben. Sie ist eine von sechs Hoch- schulen in Deutschland, die bei dem von Stifter- verband und Kultusministerkonferenz organisierten Wettbewerb „Exzellente Lehre“ 2009 ausgezeich- net wurden. Die Qualität bestehender Lehrange- bote sowie das Zukunftskonzept „Windows for Higher Education“ haben zu dem Erfolg beigetra- gen. Im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Qualitätspakt Lehre“ wird die Universität Freiburg von 2011 bis 2016 ebenfalls gefördert. Diese Mittel fließen in Lehrentwicklungsprojekte wie zum Bei- spiel die zentrale Befragung oder den Instructional Development Award. Darüber hinaus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Albert-Ludwigs-Universität in fünf von sechs Jahren den seit 2007 vergebenen Landeslehrpreis für hervorragende Lehre und Didaktik vom baden- württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst erhalten. O-TÖNE AUS DER UNI „Ich habe den Eindruck, dass die Lehrevaluation an einigen Fakul- täten zu kurz kommt. Deswegen finde ich die Befragung der Studierenden und Lehrenden gut. Es ist jedoch schade, dass nicht klar ist, welche Aufgabe die Fakultäten übernehmen sollen, wenn die Ergebnisse vorliegen. So bleibt es dem Engagement einzelner Fachbereiche überlassen, wie viel umgesetzt wird. Ich halte zum Beispiel die Praxis an der Medizinischen Fakultät für sinnvoll: Das Studiendekanat lädt alle Studierenden jedes Semester dazu ein, bei einer Online-Evaluation einen Fragebogen auszufüllen und jedes Fach zu bewerten, das sie im vergangenen Semester besucht haben. Einmal im Jahr erscheint außerdem eine Broschüre mit allen Ergebnissen – und es gibt einen Preis für das Fach, bei dem sich die Bewertungen am meisten verbessert haben.“ Janine Günther studiert Humanmedizin und vertritt den Bereich Medizin in der Ständigen Senatskommis- sion für Studium und Lehre. FOTOS: SANDRA MEYNDT >>> uni'lernen2013 6

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