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uni'lernen 2013

7 >>> Methode? Warum funktioniert sie für manche Zwecke und für andere nicht? „Dieses Warum machen wir zum Beispiel mit den Evaluations- berichten öffentlich und beginnen damit eine fächerübergreifende Diskussion.“ Beschlüsse und Erlasse der Zentrale dürften nicht bestimmen, was gute Lehre definiere. „Wir wollen stattdessen die strukturellen Rahmenbe- dingungen für neue Ideen und Impulse schaffen“, erklärt Harald Wohlfeil, Leiter der Abteilung Lehrentwicklung. Innovation fördert die Univer- sität Freiburg zum Beispiel mit dem Instructional Development Award. Seit 2009 vergibt sie jedes Jahr mehrere mit je 70.000 Euro dotierte Preise an Professorinnen und Professoren unter- schiedlicher Disziplinen, die neue Ideen und Konzepte für den Unterricht ausprobieren möchten – etwa Smartphones im Hörsaal ein- setzen oder mit Lerntagebüchern gegen Auf- schiebeverhalten vorgehen. Das Preisgeld bietet den Dozierenden Freiräume, um ihre Projekte voranzutreiben – zum Beispiel, um für einige Zeit ihre Vertretung zu finanzieren. Freiräume für die Studierenden stehen eben- falls auf dem Programm. Mit dem Interdisci- plinary Track etwa, den das Team der Abteilung Lehrentwicklung erarbeitet hat, können Bachelor- studierende ihr Fachstudium ein Jahr lang um Veranstaltungen aus allen Fächern bereichern (siehe Artikel auf Seite 16). Ein Modell, das im- mer populärer wird: Die meisten neuen Master- studiengänge an der Universität Freiburg beinhalten Schnittstellen zwischen unterschied- lichen Disziplinen. Die Idee einer fächerüber- greifenden und englischsprachigen Ausbildung ist seit 2012 auch am University College Freiburg, „Abgesehen von den Dingen, die am Geld scheitern – so gibt es zum Beispiel zu wenige Lernplätze in den Bibliotheken –, finde ich, dass die Lehrqualität an der Universität Freiburg ein hohes Niveau hat. Ich wünsche mir aber mehr Anreize für Dozierende: Lehrpreise wie der Instructional Development Award zeichnen außergewöhnliche Konzepte aus, aber wir müssen auch den Professor belohnen, der seit zwanzig Jahren kontinuierlich gute Vorlesungen hält. Es wäre außerdem an der Zeit, dass Dozierende mehr E-Learning-Angebote einbeziehen. Es gibt so viele Möglich- keiten, die Lehre dadurch zu bereichern. Ich habe zum Beispiel mit einem interaktiven Programm gelernt, was zu einem Lungen- funktionstest gehört. Dieses Seminar ist mir bis heute in Erinnerung geblieben.“ Clemens Schiebel studiert Mathematik und Human- medizin und vertritt den Bereich Naturwissenschaft und Technik in der Ständi- gen Senatskommission für Studium und Lehre. uni'lernen2013 7

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