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uni'alumni 2015

Universität“ bei gemeinsamen Lehrveranstaltun- gen und Forschungsprojekten zusammen. Ein wei- teres Forum für die Zusammenarbeit ist die Organisation „Trinationale Metropolregion Ober- rhein“ (TMO), die Politik, Wirtschaft und Wissen- schaft verbindet. Hans-Jochen Schiewer ist seit 2013 EUCOR- Präsident und somit Sprecher der „Säule Wissen- schaft“ der TMO, die noch weitere Forschungs- einrichtungen und Hochschulen umfasst. Er will vor allem die Forschungsinstitutionen der Region noch stärker miteinander vernetzen: „Aus dem geografi- schen Knotenpunkt Oberrhein soll ein Gravitations- zentrum für Spitzenforschung mit internationaler Anziehungskraft erwachsen.“ Ein Standort für euro- päische Forscherinnen und Forscher soll entstehen, der seinesgleichen sucht. Das Leuchtturmprojekt: Die Einrichtung einer Großforschungsinfrastruktur der EUCOR-Universitäten und weiterer Partner- institutionen mit dem Schwerpunkt Bioinnovationen soll neue Anreize zur Zusammenarbeit bieten. Au- ßerdem ist ein virtuelles Kompetenzzentrum zum Thema Nachhaltigkeit geplant. Zustimmung in der Politik Der erste Schritt in Richtung Zukunft besteht darin, eine Rechtsform für den European Campus zu finden. Dies beschlossen die EUCOR-Mitglieder in der Präsidiumssitzung im Dezember 2013. Da- mit sie gemeinsam Gelder beantragen können, ob von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Schweizerischen Nationalfonds, der Agence Nationale de la Recherche oder der Europäischen Kommission, muss der European Campus eine juristische Person werden. „Die bürokratische Brücke über den Rhein schlagen können wir aber nicht alleine: Dazu benö- tigen wir den Rückhalt von Politik und Gesellschaft in allen drei Nationen“, erklärt Schiewer. Im Juli 2014 signalisierten Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und der elsässische Regionalratspräsident Philippe Richert in einer gemeinsamen Erklärung ihren Beistand für die „Schaffung eines ‚Europäischen Campus‘ mit dem Ziel, am Oberrhein einen Wissenschafts- und Forschungsraum ohne ‚Mauern und Grenzen‘ mit internationaler Ausstrahlung, Anziehungskraft und Sichtbarkeit entstehen zu lassen“. Das Land Baden-Württemberg finanziert das Projekt mit 130.000 Euro. Die Region Elsass gibt 60.000 Euro dazu und verspricht, weitere 60.000 Euro über die Initiative d’excellence (IDEX), die französische Exzellenzinitiative, einfließen zu lassen. Die im September 2014 beschlossene Teilassoziierung der Schweiz am Förderprogramm „Horizon 2020“ der Europäischen Kommission wird außerdem die Beteiligung der Basler Partner am European Campus vereinfachen. Die passende Rechtsform ist gefunden: Derzeit sind die EUCOR-Universitäten dabei, einen Euro- päischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) zu begründen. „Einen derartigen juristi- schen Zusammenschluss von fünf Universitäten über die Landesgrenzen hinaus gab es noch nie“, betont Schiewer. „Die EUCOR-Universitäten wer- den einen European Campus bilden – mit eigener Identität und eigenen Fördermöglichkeiten. Sie be- halten dabei aber stets ihre Einzigartigkeit. Wir schaffen ein Ganzes, das mehr ist als die Summe seiner Teile.“ Mathilde Bessert-Nettelbeck „Die Interkulturalität im Studium weiter zu stärken ist eines der größten Anliegen der Université de Haute-Alsace. Der European Campus ist somit für uns ein sehr wichtiges Projekt. Schon jetzt sind die EUCOR-Programme der Université de Haute-Alsace und das Zentrum NovaTris einzigartig in der Vermittlung von interkultu- rellen Qualifikationen.“ Prof. Dr. Serge Neunlist, Vize- präsident der Université de Haute- Alsace und EUCOR-Vizerektor „Der Aufbau eines European Campus zu- sammen mit den EUCOR-Partnern ist für die Universität Basel ein konkreter Schritt zur Verwirklichung der ‚Internationaliza- tion at home‘, ein zentraler Baustein der Basler Internationalisierungsstrategie. Der European Campus macht die EUCOR- Universitäten zu einem großen internatio- nalen Player, der durch seine Vielfältigkeit attraktiv für Studierende und Doktorie- rende aus der ganzen Welt ist.“ Prof. Dr. Maarten Hoenen, Vizerektor Lehre & Entwicklung der Universität Basel und EUCOR-Vizerektor Foto: NovaTris/UHAFoto: Universität Basel 6 Titel-Geschichte uni'alumni 20156

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