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uni'leben 04-2013

04 2013 unı leben Die Zeitung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg www.leben.uni-freiburg.de 8 campus Wie nachhaltig lebt Europa? Umfrage und Fotos von Martin Jost Guillaume Voegeli studiert Sciences de l’environnement an der Université de Genève/Schweiz „Die Schweiz ist ein Land, in dem nachhaltige Wirtschaft und Lebens- weise schon Mainstream sind. Wir richten uns nach den Klimazielen der Europäischen Union. Die öffentliche Meinung ist sehr für regionale Land- wirtschaft und gegen Atomenergie. An der deutschen Politik finde ich vor al- lem die Einspeisevergütung für erneu- erbare Energien nachahmenswert.“ Jade Yee Lim ist Doktorandin der Science and Technology Studies an der University of Edinburgh/ Schottland „Ich stamme aus Brunei, das reich an Erdöl und Erdgas ist. Anders als in westlichen Ländern gibt es dort noch kein Bewusstsein fürs Energie- sparen. Deutschland und Schottland sind aus meiner Sicht sehr ähnlich: Die Menschen werden animiert, Fahrrad zu fahren, und in Edinburgh werden immer mehr Straßen zu Fußgänger- zonen.“ Matteo Andreozzi ist Doktorand der Filosofia Morale an der Università degli Studi di Milano/Italien „Italiens Norden bietet mit seinen Industrien die Chance, Ideen für eine nachhaltige Wirtschaft zu entwickeln. In der Umweltethik fragen wir uns: Ist der Erhalt der natürlichen Ressourcen für zukünftige Generationen ein guter Grund für nachhaltiges Wirtschaften? Oder sollte die Natur nicht als Wert an sich erhalten werden?“ Beate Dirks ist Doktorandin in Condensed Matter Physics an der University of Oxford/England „Ich glaube, als Normalbürger be- kommt man in Großbritannien nicht so viel von Umweltpolitik mit, die Regierung ist in dieser Hinsicht eher langsam. Aber ich studiere an einem sehr umweltbewussten College. Ich war lange nicht mehr in Deutschland. Was hier deutlich ins Auge fällt, ist der höhere technische Standard der Gebäude.“ Thomas de Weers studiert Law an der Universiteit Utrecht/ Niederlande „In Holland fahren alle Fahrrad. Das ist Folge einer gezielten Politik aus den 1970er-Jahren, die dazu diente, den Verkehr zu entlasten. Niemand fährt kurze Strecken mit dem Auto, und niemand in meinem Alter besitzt ein Auto. In Freiburg fielen mir zuerst die Windräder auf und dann die enor- me Menge von Solarpaneelen auf den Dächern – das gibt es in den Nieder- landen noch nicht.“ Gerrit de Moor studiert Engineering an der Katholieke Universiteit Leuven/Belgien „Belgien hat eine starke Fahrradkul- tur und guten öffentlichen Nahverkehr. Die Leute reden auch viel über nach- haltige Lebensweisen und sinnvolle Maßnahmen. Aber ich bin ein biss- chen frustriert, wie wenig umgesetzt wird. An Deutschland gefällt mir, dass es eine Vision für die Energiepolitik gibt. Man kann über die Umsetzung anderer Meinung sein, aber immerhin gibt es ein Ziel.“ Elisa Reche Vicente studiert Asian Studies an der Universiteit Leiden/Niederlande „Ich wusste schon immer, dass Deutschland führend in Umwelttechno- logien ist, aber ich war trotzdem über- rascht, als wir uns Freiburgs Stadtteil Vauban angesehen haben. Das gibt ein gutes Beispiel für andere europäi- sche Städte ab.“ Carl Sequeira studiert Engineering an der University of Cambridge/England „Cambridge ist eine umweltbewusste Stadt, wo die Leute viel zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren. Das ist nicht die Norm in Großbritannien. Cambridge ist aber auch interessant, weil es vie- le alte Gebäude hat. Die Herausfor- derung besteht darin, sie zu isolieren und energiesparend umzubauen. In Deutschland ist mir aufgefallen, dass Recycling belohnt und deshalb auch ernst genommen wird.“ In diesem Jahr vergibt die Universi- tät Freiburg erstmals einen Lehrent- wicklungspreis für Gründergeist. Die Auszeichnung ist Teil des Konzepts „Windows for Entrepreneurship“, mit dem die Universität den Wettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie „EXIST – Gründungs- kultur – Die Gründerhochschule“ ge- wonnen hat. Seit 2009 fördert die Universität innovative Lehrprojekte mit dem „Instructional Development Award“, kurz IDA. Er ist mit 70.000 Euro dotiert. Die Ausschreibung rich- tet sich an alle Professorinnen und Professoren, die Studium und Leh- re weiterentwickeln. Mit der Profil- linie „Entrepreneurship“ sollen grün- dungsrelevante Inhalte – gerne auch fächerübergreifend – in die Studien- gänge integriert werden. Das Spek- trum reicht von der Ideenfindung über die Entwicklung von Geschäftsideen bis hin zur Förderung unternehmeri- schen Denkens und Handelns. Die Lehrangebote sollen die Studierenden für die Ausübung selbstständiger Be- rufe qualifizieren und dazu beitragen, Gründungskultur in der grundständi- gen Lehre zu etablieren. Angespro- chen sind nicht nur die Ingenieur- oder Naturwissenschaften, sondern auch die Geistes- und Sozialwissenschaf- ten. Die Bewerbungsfrist endet am 23. September 2013. Neuer Lehrentwicklungspreis für Gründergeist harald.wohlfeil@zv.uni-freiburg.de dorothea.bergmann@zft.uni-freiburg.de WER NICHTS WEISS,MUSS ALLES GLAUBEN! Online stöbern, Verfügbarkeit prüfen oder portofrei liefern lassen* und gleich bei uns abholen www.Buchhandlung-Rombach.de Lesen, was gefällt: Rombach bei Facebook *Gilt für Bücher und Hörbücher innerhalb Deutschlands Wir machen den Kopf frei – und helfen beim Stöbern oder konkret Suchen. Online oder live. Mitten in Freiburg: Wissenswertes und Unter- haltsames zum Lesen, Hören, Sehen. Bis bald ;) DIE BONUSKARTE FÜR STUDIERENDE – IHRE WARTET SCHON! JANDA+ROSCHER,DieWerbeBotschafter,Fotos:istockphoto.com Studierende und Promovierende der Universität Freiburg haben bei den Universitätswahlen und bei den Wahlen zu den Organen der Verfass- ten Studierendenschaft (VS) über ihre zukünftige Vertretung abgestimmt. Bei den Universitätswahlen sind vier studentische Mitglieder des Senats und je Fakultät fünf bis sechs stu- dentische Mitglieder des jeweiligen Fakultätsrats gewählt worden. Ihre Amtszeit beginnt am 1. Oktober 2013 und dauert ein Jahr. An der Wahl für den Senat beteiligten sich 12,4 Prozent der Wahlberechtigten. Die Beteiligung an der Wahl für die Fakul- tätsräte schwankte zwischen 4,7 und 30,9 Prozent. 12,1 Prozent der wahl- berechtigten Studierenden gaben ihre Stimme bei der Abgeordnetenwahl der VS ab. Bei der Wahl der Fach- bereichsvertreterinnen und -vertreter variierte die Beteiligung zwischen 0,9 und 29,6 Prozent. In Doppelwahl Vertreter bestimmt FOTO:MANUELBÖHM Wenn ein Artikel von uni'leben Sie besonders beschäftigt hat, wenn Sie sich gefreut oder geärgert haben: Das Redaktionsteam freut sich über Ihre Meinung, Kritik und Anregungen. Die Redaktion behält sich vor, Ihre Zuschrift gegebenenfalls in gekürzter Form als Leserbrief zu veröffentlichen. unileben@pr.uni-freiburg.deunileben@pr.uni-freiburg.de Schreiben Sieʼs uns. Ihre Meinung ist gefragt! Knapp 100 Studierende und Pro- movierende von Mitgliedsuniver- sitäten der League of European Research Universities (LERU) haben bei der „Bright Students’ Conference“ in Freiburg und Strasbourg über die Energiewen- de im 21. Jahrhundert diskutiert. uni‘leben hat die Nachwuchs- forscherinnen und -forscher ge- fragt: Was läuft gut in Europa im Hinblick auf die Zukunft der Energie?

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